Erlebte Medizin

Bilderstreifen-Medizin

H a u t v e r l e t z u n g e n

Unterarm - Unterschenkel

Hautverletzungen dieser Art verlaufen nur bei meiner seit über 30 Jahren durch Kortison geschädigter Haut etwas dramatisch.

hautwundeEs war ein dummer Zufall. Es war etwas 60 km von zu Hause entfernt als ich aus dem Auto ausstieg um meine Frau fahren zu lassen.
Ich schaute nach oben und bin vermutlich gestolpert und liess mich auf die rechte Körperseite fallen. Bei aufstehen sah ich dann, dass Blut die rechte Hand herunterlief und das rechte Hosenbein ebenfalls vom Blut feucht wurde. Die Haut hing in Fetzen herunter, sass aber noch fest. Ein Rettungswagen brachte mich in das nächste Krankenhaus. Über eine Stunde wurde am Arm und am Bein geklebt und genäht.
Schwarze Hautanschliessend brachte meine Frau mich in ein Heimatkrankenhaus zur Weiterbehandlung. Nach vier Tagen übernahm mein Hausarzt die Wundversorgung.

Die beiden Fotos zeigen den Zustand sieben (7) Wochen nach der Verletzung am Unterschenkel.
Der zerfledderte Hautfetzen am Unterarm, etwa 4 cm breit und 9 cm lang, wurde aufwändig gesäubert und geklebt. Die Wundheilung (leider kein Foto) verlief zwar verzögert aber gut. Die Wundverklebungen lösten sich nicht von selbst von meiner Haut. Erst nach 20 Tagen konnten die Klebestreifen sukzessiv manuell entfernt werden! Überraschend war die geringe Bildung von Hämatomen.

Das Übersichtsfoto, oben links, zeigt die Lage der Wunde am rechten Unterschenkel. Grösse: 8 cm lang und 6 cm breit. Der Hautlappen war im unteren Bereich 3cm breit noch mit der umgebenden Haut fest verbunden. Der umgebende Bereich wurde mit 12 Stichen genäht. Es bestand die Hoffnung, dass der dünne Hautlappen durch das umgehende Annähen ausreichend durchblutet würde um anzuwachsen. Anfangs sah es auch danach aus.

Plötzlich begann der untere Bereich, markiert mit einen [x] sich zu entzünden. Wie die Pfeilmarkierung zeigt, ging die Entzündung bis um den Fussknöchel herum. Nach sechs Tagen Einnahme von Antibiotika musste ich auf ein anderes Antibiotika-Medikament wechseln weil die Nebenwirkungen zu stark waren. Nach nun weiteren sieben Tagen ist die Entzündung zurück gegangen. Mehrmals am Tage und in der Nacht wurde der entzündete Hautbereich gekühlt. Die beiden Fotos zeigen das deutlich.

Die unerwartete Überraschung: die angenähte Hautfläche wurde nicht angenommen, vermutlich hat die Entzündung diesen Prozess gestört. Innerhalb von zwei Tagen war die Hautfläche schwarz verfärbt, also abgestorben. Auf den Fotos ist andeutungsweise zu sehen, dass sich vom Aussenrand der Wundfläche bereits neue Haut gebildet hat. Tipp: Vergrössern Sie die Fotos per Prowser-Shortcut. Die Abbildung wird zwar unscharf (Absicht), die neue Hautbildung wird aber sichtbar. Die Frage ist nun: wie schnell oder langsam zeigt sich ein Fortschritt.

Nach nun 15 Wochen zeigt sich eine akzeptale Wundheilung. Durch die Anwendug verschiedener Wundauflagen mit verschiedenen integrierten Medikamenten, löst sich die alte schwarze Wundhaut (siehe Fotos) ab. Es ist erkennbar, dass sich bei einer noch offenen Hautstelle eine neue Hautfläche bildet.

EndstadiumMittlerweile sind 22 Wochen, fünf [5] Monate, vergangen, Der Heilungsprozess ist fortgeschrittener als das einfache Foto erkennen lässt.
Die schwarze abgestorbene alte Hautfläche hat sich sukzessive abgelöst bzw. wurde sie vom Arzt in kleinsten Stückchen entfernt. Der gerötete Aussenbereich der Wundfläche ist die neue Haut die sich gebildet hat. Auf sechs [6] x vier [4] cm hat sich die Wunde verkleinert. Die Oberfläche ist fast trocken.
Alle vier bis fünf Tage wird die Wunde verbunden. Ein grossflächiges Pflaster, was einfacher wäre, ist nicht anwendbar.

In wenigen Tagen sind acht [8] Monate vergangen. Seit fünf [5] Wochen kann die Wunde mit einem Pflaster abgedeckt werden. Der Heilungsprozess war mal schneller, dann wieder langsamer. Z.Zt. hat sich die Wunde mit einer kleinen noch offenen Stelle, auf die Grösse eines 10 Cent Stückes (ovale Form) verkleinert. Es besteht die Hoffnung, dass ich in weiteren vier Wochen alles überstanden habe.

Wunde verheilt

Endlich - nach 9½ Monaten bleibt die nur noch kleine Wundstelle trocken. Wie das Foto zeigt (Vergrösserung 1,3-fach), ist noch etwas Schorf auf der Wunde. In zwei Wochen ist der Schorf abgefallen.
Der sehr trockene Hautbereich ausserhalb der bedeckten Wundfläche wurde gelegentlich mit Babyöl behandelt.

Fotos: © Marianne Schulte

-hs/ms-

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Letzte Änderung: 11/05/2011 - 19:56 Uhr